Freitag, 10. März 2017

Adios

Und Garachico, das wunderschön erhaltene Städtchen, das leider auch oft von den Passatwolken geküsst wird. 

Mit seinem Freiheitsplatz, seinen vielen guten Restaurants, den freundlichen, schwatzhaften Südländern (man hat sich hier immer etwas zu erzählen, das vergisst man manchmal, dass die Gäste womöglich noch schlafen, dass die Kundschaft einen Wunsch haben könnte, dass ein Müsli ein Schälchen braucht...). 


Das Rauschen der Brandung, das Grün des Nordens, die Bananen (und Bananen und Bananenfelder) sind noch im Kopf. 





Afrika

...schickt Hitze. Wir genießen sie. 



Einschließlich letztes Mal frischen Fisch (auch J!), dazu Salat. Vorher, für uns leider nie zu überspringen, Garnelen mit reichlich Knoblauch gegart. Alles wirklich bezahlbar, einschließlich der Flasche sehr ordentlichen Weins für 7,50. 



 


Mittwoch, 8. März 2017

Bergauf

ÜAnstatt Bade- gibt's heute Bergvergnügen. Steil geht's von Garachico über Schlackewge 900 m hoch, noch ohne dass mir die Anstrengung ins Gesicht geschrieben wäre. 


Leicht gedacht, ich wäre jetzt oben und ginge allenfalls behäbig weiter. Zumindest will ich übern ersten Berg, das heißt weitere 400 m Steigung. Was zu sehr im Weg steht, wird getunnelt. 


Man ist ja vor nix fies. Endlich kommen "gemütlichere" Waldwege, mein Getränkevorrat ist längst bis auf den letzten Tropfen ausgelutscht. Aber schön ist es hier. 


Durch Kiefernwälder, immer entlang des Kacaflusses, der 1706 der Blüte Garachicos ein Ende bereitet hat. Das ist alles sehr gut zu erkennen.



Nach 2:20 Stunden auf den Rückweg. Ich bin oberhalb der Wolken, die sich mittags gebildet haben.  Die zu durchstoßen ist ein leichtes - aber dann. 




Bergab ist leichter. Denkt man trotz anderer Weisheiten immer. Aber denkste. Meine ungeübten Beine werden alsbald zu Pudding, die Füße schmerzen, die Knie schreien bei der kleinsten Stufe. Die letzten 500 Höhenmeter werden zur Qual, nur noch an den nächsten Schritt denken und vor allem nicht ausrutschen. 

So geht's einem, wenn man die vernünftige Ehefrau im Haus lässt. Da endlich ist der Ort. 


Wasser! Setzen! Dusche!

Fünf Stunden dauerte das Vergnügen. Die beste Ehefrau von allen: Habe Dich noch gar nicht erwartet. 








Dienstag, 7. März 2017

Am Anfang

...war es Puerto de la Cruz, wo der Inseltorismus begann. Bereits in den 60ern entstanden hier die ersten Hotels, bevor der Sonnenhunger die Menschenströme in den kargen Süden lenkte. Die Hafenstadt wirkt trotz der Hotelklötze etwas gediegen. Fehlender Strand wurde durch eine großzügige Badelandschaft ausgeglichen.




Es gibt dann auch noch die ruhigen Plätzchen. Vor allem, der Sommer bricht auf der Insel aus. Der Morgendunst löst sich rasch auf, der Teide lacht über die ganze Insel, die nächsten Tage geht es bis knapp an die 30 Grad.  


Die Insel bleibt jedoch bergig, was dann schon mal nicht beschwerdefrei zu bewältigen ist.



Grünzeug

1788 ließ der spanische König exotische Pflanzen auf der Insel anpflanzen. Sie sollten sich hier akklimatisieren. Ist ihnen ganz prima gelungen.




In der Mitte des Botanischen Gartens von Puerto de la Cruz ein Gummibaum. Etwas größer als der, der im Wohnzimmer meiner Oma stand. 







 

Montag, 6. März 2017

Zweigeteilt

Nachmittags bei 24 Grad an der Westküste verbracht. Playa de la Arena voll zugebaut. Natur nur noch mit dem Fernglas sichtbar. An der Promenade reiht sich ein Billigladen an den anderen. Angenehmer 6 km südlich Puerto de San Juan. Nette Restaurants, schöne Promenade, für Teneriffa echt guter Badestrand neben dem kleinen Hafen. 



Abends Rücksturz nach Garachico. Hundert Serpentinen rauf auf 1100 m. Wir sehen schon, der Norden unter Wolken, auf die wir bei 1000 m stoßen und die mindestens 200 m dick und heute auch noch sehr dicht sind. 

Also so die 100 Kurven abwärts. 


Die Wasserflschen knacken unter dem veränderten Luftdruck, die Ohren sind auch alles andere als begeistert von den wechselnden Druckverhältnissen. 40 km heute in 100 Minuten. 





Masca

Nieselregen am Morgen. Garachico zeigt sich wieder von seiner besten Seite. Also auf in die Berge, zu Teneriffas vermeintlich schönsten Dorf, bis vor 30 Jahren praktisch nur auf Trampelpfaden erreichbar. 

Immerhin, wir schaffen die Berge mit gefühlt mindestens hundert Serpentinen auf guter, aber schmaler Straße. Die Wolken schaffen die Höhen nur mit größter Mühe um dann zu verdampfen. 

Über Masca scheint die Sonne. 


Von den Anhöhen hat man wunderbare Blicke auf das Dorf. Direkt zu besichtigen ist es nicht, weil gegen 11 Uhr bereits jeder Quadratzentimeter zugeparkt ist.




Masca von Norden...




 ...und von Süden:


Die Berglandschaft eher grün, viele Kakteen und Sukkulenten. 


Die Weiterfahrt abenteuerlich. Sonntagsfahrer und Busse im Gegenverkehr treiben mir den Schweiß ins Gesicht. 

Endlich in Santiago de Teide. 

Ausruhen in der Kirche. 


Alles schön bunt hier. 

Wir gönnen uns ein Gläschen, in Begleitung.